PIRLS, TIMSS und die Bildungsstandards

Ganz Österreich wartet auf die Präsentation der Ergebnisse der PIRLS- und der TIMSS-Studie, vor allem aber auf die Präsentation der ersten Bildungsstandard-Tests. Eine Pressekonferenz des bm:ukk ist für den 11. Dezember 2012 angekündigt.


17. und 18. Dezember 2012

Aussagen der Präsidentin des Wiener Stadtschulrats über zusätzliche Tests zur Garantie gerechter Schulbeurteilungen lassen aufhorchen und werden ion den Medien diskutiert:


Namens des Verbands wurde am 18. Dezember 2012 die folgende Presseaussendung veröffentlicht, deren Essenz auch in einer home icon APA-Aussendung (18. Dezember 2012) enthalten ist: Auch Die Presse bringt in ihrer on line-Ausgabe eine Version unserer Aussendung: (home icon Wien: Eltern gegen mehr verpflichtende Bildungstests ).

Eltern wollen keine zusätzlichen Tests

Qualität gemeinsam mit den Schulpartnern entwickeln

Wien, am 18. Dezember 2012 um 12:00

Namens des Verbands der Elternvereine an den mittleren und höheren Schulen Wiens äußert dessen Vorsitzender Mag. Johannes Theiner Unverständnis und heftige Kritik an dem Vorstoß der Präsidentin des Wiener Stadtschulrats."Vom Wiegen wird die Sau nicht fett!" meint er."Wenn Lernprozesse nicht das gewünschte Ziel erreichen muss man die Prozesse verbessern! Zusätzliche Überprüfungen verändern das Ergebnis nicht."

Der Verband kritisiert, dass Qualitätsdiskussion in Österreich ohne Einbindung der Betroffenen geführt wird. Alle unternommenen Anstrengungen zielen auf die Beschreibung des Schulsystems ab. "Seit die ersten PISA-Daten veröffentlicht wurden sehen wir die Elternerfahrung bestätigt, dass es keine einheitliche Qualität im System gibt", betont Theiner. "Sogar der Klassen- oder Lehrerwechsel an derselben Schule kann für ein Kind völlig geänderte Lernbedingungen und Erfolge bringen. Das haben Eltern schon immer beobachtet, aber die Schulpolitik will das nicht zur Kenntnis nehmen."

Der Ansatz der Standardisierung wird von vielen anerkannten Expert/innen zunehmend kritisch diskutiert. Der Lernprozess wird durch Betonung der Standardergebnisse zunehmend auf die Tests ausgerichtet. Kreativität und Freude am Lernen geraten immer mehr ins Hintertreffen.

Wir erwarten, dass das Vorhaben des Wiener Stadtschulrates noch revidiert und mit den Schulpartnern ausdiskutiert wird. Wir tragen die Zielsetzung mit, dass Schulnoten fair und Zeugnisse aussagekräftig sein müssen. Dieses Ziel muss aber auf einem Weg realisiert werden, der den Schüler/innen Raum und Zeit für ihren individuellen Lernweg lässt.

Kontakt und Rückfragehinweis:
Verband der Elternvereine an den höheren und mittleren Schulen Wiens
Mag. Johannes Theiner
email icon info@elternverband .at
Tel: 0676 484 52 87

14. Dezember 20120

Ein etwas eigenartiges Interview gab Frau Bindesministerin Dr. Claudia Schmied in der heutugen home icon Presse. Dieses wird von einem home icon Kommentar ergänzt, der die Ursachen der "österreichischen Bildungsmisere" zu deuten versucht. Ohne kritische Distanz wird dabei die Analyse bei der Korrelation zwischen Bildungserfolg und dem sozioökonomischen Standard der Eltern gestoppt. Die Frage, ob es überhaupt gelingen kann, den Einfluss der Eltern, der "primary educators", durch Schule zu kompensieren, wird gar nicht gestellt.

Wo immer wir inEuropa wir schulische Themen in breiter Zusammschau diskutieren wird die Elternrolle als entscheidend erkannt. Was Eltern nicht einbringen, kann kein Schulsystem der Welt kompensieren! Das wäre also wohl die zentrale Aufgabe der Elternarbeit: Eltern aller Schichten zu erreichen, zu ermutigen und zu unterstützen, damit sie ihren Kindern alle Türen öffnen, die in eine bildungsbereitete Zukunft führen!


13. Dezember 2012

Wien wurde schon im Vorfeld für die schlechte Bilanz bei den Bildungsstandardttests kritsiert. home icon Der Wiener Stadtschulrat veröffentlichte seine geplanten Konsequenzen. Die Presse kommentiert eine Position der Präsidentin des Wiener Stadtschulrats, Mag. Dr. Susanne Brandsteidl, und titelt den Beitrag "home icon www.diepresse.com/home/bildung/schule/1323803/Bildungstests sollen in die Noten einfliessen".

Elternvertreter haben seit Beginn der Diskussion zu "Standards" - diese hießen vor der öffentlichen Diskussion sogar Leistungsstandards - auf die Notwendigkeit hingewiesen, diese externe Expertise als Referenz zur schulischen Leistungsbeurteilung zu diskutieren. Warum soll ein/e Schüler/in, die beim Standardtest ihre Grundfertigkeit ausreichend nachgewiesen hat,  in Deutsch/Mathematik/Englisch aber mit Nicht Genügend beurteilt wurde, die Schullaufbahn fortsetzen? Die Erfahrung lehrt, dass Abschlussnoten vor dem Schulübertritt kaum eine verlässliche Aussage über die Eignung für eine AHS oder BHS sind.

Kritisch kommentiert Profeeor Werner Peschek die Kompetenzstufen, die das bifie zur Bewertung der Standardtests heranzieht:


12. Dezember 2012

Mit dieser Meldung "home icon Burgenland will Testformate stärker trainieren" erfüllen sich die Warnungen, die Eltern seit Beginn der Diskussion zu den Testungen einbringen: "teaching to the test", also die Vorbereitung auf die Art der Prüfung, wird an die Stelle des kreativen Lernens gestellt, durch das echte Komeptenzen erworben werden müssen. Man hatte uns nachdrücklich versprochen,.dass es keine entsprechenden Nebenwirkungn geben werde!

Die Tageszeitung der Standard diskutiert die Wiener Schullandschaft unter dem Titel "home icon Wien: Hauptschulen sind zu Restschulen-geworden".


11. Dezember 2012

Im Anschluss an die home icon Presseaussendung des Ministeriums Bildungsstandards Österreich, Standardüberprüfung, Mathematik - 8. Schulstufe gibt es bereits zahlreiche öffentliche Aussagen zu den Testergebnissen (werden hier später noch ergänzt). Namens des Verbands wurde eine Presseaussendung an die Austria-Presseagentur übermittelt, die hier ebenfallsveröffentlicht ist:

Etwa eine halbe Stunde nach der Aussendung wurde der Vorsitzende vom ORF/ZIB2 um eine Interview gebeten, das auch mir großem Audfwand gedreht wurde (ca. 20 Minuten Aufnahmezeit). "Ich wurde von mehreren Bekannten angesprochen, dass ich im Fernsehen gewesen wäre, doch niemand konnte sich an den einen Satz erinnern, der dort gesendet wurde ..." sagt Johannes Theiner.

Folgende Aussendungen sind über die Austria Presseagentur ergangen:

Außerdem veröffentlichte die APA grundlegende Information zu den Standardtests und den Ergebnissen:

Mit heutigem Datum finden sich auch schon Beiträge in on line-Tageszeitungen:

... und in Summe zeigt sich: Es geht um die politische Position, um einen"sportlichen Wettbewerb" der verantwortlichen in den Ländern ... aber wo bleiben die Kinder, die Schüler/innen, die Lernenden, denen wir das beste Bildungssystem der Welt anbieten sollten, denen jeweils individuell die besten Entfaltungsmöglichkeiten geboten werden müssten?

10. Dezember 2012

Bereits heute veröffentlicht der home icon Dachverband der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen eine  home icon Stellungnahme

Im home icon Standard online kommentiert home icon Univ.-Prof. Dr. Werner Peschek seine Einschätzung der Standardtests. Er war der Vordenker zur neuen Mathematik-Matura und entwickelte die das Kompetenzmodell und die ersten Tests. Vom bm:ukk wurde er abberufen, nachdem er alarmierende Daten zu den ersten Tests an Studienanfängern präsentiert und sich zum Zeitplan kritisch geäußert hatte. Dazu können Sie den Bericht auf home icon schulpartner.info nachlesen.

Der Kurier titelt einen Kommentar "home icon Sprechen Sie Mathe?". Auch hier kommt Werner Peschek im Beitrag home icon Mathematik wird neu gedacht" zu Wort.