Neues bei der Schülerfreifahrt, Begutachtung der LBVO, Schulschwänzen soll teurer werden.

Neues Tarifmodell für Schüler/innen im Schuljahr 2012/13

Am 6. Juni kündigten die Wiener Linien ein neues Tarifmodell an, mit dem die Zusatzmarken zu den Freifahrtausweisen kostengünstiger ersetzt und zudem organisatorisch erleichtert werden. Ein Informationsschreiben an alle Eltern soll noch vor den Sommerferien ausgesandt werden.

home icon Information auf wienerlinien.at

Nach Rücksprache mit der Direktorin des Wiener Stadtschulrats Frau Dr.in Eva Schantl-Wurz geben wir die dringende Empfehlung weiter, die bereits ausgeteilten Antragsformulare für die Freifahrtausweise im Verkehrsverbund Ostregion nicht auszufüllen und vor allem den Selbstbehalt nicht einzuzahlen!

Aktualisierung am Montag, 18. Junie 2012:

Die Wiener Linien publizieren auf Ihrer Homepage nun Details zum neuen home icon Top-Jugendticket. Auch die Rückzahlung von bereits eingezahlten Selbstbehalten wird über die Linien abgewickelt und ist damit organisatorisch unkompliziert.

Aktualisierung am Mittwoch, 20. Juni 2012:

Eine Aussendung des Stadtrtschulrats vom 15. Juni 2012 wurde scheinbar übersehen und wir haben diese nach Urgenz am heutigen Tage erhalten. Hier nun die offizielle Information der Schulbehörde und das Informationsschreiben der Wiener Linien, die per 20. Juni an die Schule ausgesandt wurden.

Falls ein Link sonderbare Zeichen anzeigt versuchen Sie es mit einem Mausclick rechts und wählen "Speichern unter ..." aus.

Novelle zur Leistungsbeurteilungsverordnung

Begutachtungsentwurf

Wie schon vor einige Zeit angekündigt soll die Leistungsbeurteilungsverordnung (LBVO) vor Begin des Schuljahrs 2012/13 novelliert werden. Erst am 15. Juni 2012 wurde der home icon Entwurf zur Begutachtung ausgesandt. Das Begutachtungsverfahren wird am 30. Juni abgeschlossen.

Die Novellierung dient lediglich dazu, die Unvereinbarkeit der Beurteilung der schriftlichen Reifeprüfungen im neuen teilzentralen Modell mit der geltenden Regelung aufzuheben. Dem von allen Schulpartner seit vielen Jahren dringend geäußerte Wunsch, dieses Regelwerk gründlich zu evaluieren und zu modernisieren, wird mit dieser Novelle nicht entsprochen.

Laut §14 (5) LBVO ist eine positive Beurteilung zu geben, wenn die Leistungsziele ".. in den wesentlichen Bereichen überwiegend erfüllt" werden. Die gängige Interpretation leitet daraus das Erreichen von meht als 50 % der möglichen Punkte bei einem Text oder eine Schularbeit ab. Jursiten des Stadtschulrats haben zuletzt darauf hingewiesen, dass der Gesetzgeber hier absichtlich keine Prozentzahlen angibt sondern Raum für eine ".. pädagogische Bewertung" lässt.

Schulschwänzen

Mit dem Programm EU2020 wurde auf europäischer Ebene vereinbart, die Quote der Schulabbrecher/innen (Early School Leavers, ESL) bis 2020 um 10 % zu senken. Diese Quote lag in den vergangenen Jahren in Österreich rund um 10 %. Als vorläufige Zahl für 2011 wurde zuletzt ein Wert von 9,2% angegeben.

Das Fernbleiben vom Unterricht wird allgemein als wesentlicher Indikator für drohenden Schulabbruch gesehen. Am 14. uni 2012 wurde eine home icon internationale Studie präsentiert, die diese Problematik vor allem für Migrant/innen belegt.

Nach einem Vorstoß von Integrationsstaatssekretär Kurz, die gesetzlich vorgesehene Strafe für Eltern von schulpflichtigen Kindern, die nicht zur Schule kommen und nicht häuslich unterrichtet werden, beträchtlich anzuheben. Namens des verbands wurde umgehend beim Staatssekretär protestiert und daruaf hingewiesen, dass man hier ".. nicht über sondern mit den Eltern sprechen" müsste.

Ein ähnlicher Vorstoß wurde am 15. Juni 2012 von Unterrichtministerin gesetzt, die das home icon Maßnahmenpaket der Regierung präsentierte.

Laut home icon Aussendung des bm:ukk sollen generell neue Perspektiven zum Nachholen des Schulabschlusses geschaffen werden.

Interessante Ergänzung: Aus der Lehrerschaft wird Kritk an der bildungspolitischen Diskussion zum Thema Schulschwänzen geäußert; Kommentare in den Tageszeitungen:

  • home icon news.ORF.at
  • home icon der Standard: Kommentar "Geldstrafen für Schulschwänzer" von Lisa Nimmervoll (18. Juni 2012)
  • home icon Die Presse: Bundesschulsprecherin Kolmann: „Strafe für Schulschwänzen greift zu kurz" (18. Juni 2012)