Verärgerung bei Eltern

Solche home icon Pressemitteilungen verärgern uns!

Wir wollen, dass endlich über die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler statt über Systemkosmetik diskutiert wird!

Bereits in den Gesetzestexten zur Einführung des Schulversuchs Neue Mittelschule (NMS) war erkennbar, dass dem Bestand der von Eltern hoch geschätzten AHS-Unterstufe im bm:ukk wenig Beachtung geschenkt werde. Auf diese Problematik hat der Verband der Elternvereine an den höheren und mittleren Schulen Wiens im Rahmen von Diskussionen und Begutachtungen stets nachdrücklich hingewiesen.

Der Erfolg der Neuen Mittelschule (NMS) ist derzeit nicht nachweisbar. Der Effekt wird sich auch nie verifizieren lassen, da es bei der Einführung des Schulversuchs nicht einmal ein Evaluierungskonzept gab. Die Evaluierung des Schulversuchs wurde halbherzig begonnen und - mangels brauchbarer Referenzdaten - scheinbar abgebrochen. Die NMS ist aber nun die Regelschule, die die wesentlich billiger gestaltete Hauptschule flächendeckend ersetzen wird. Kein Ausbau der AHS-Unterstufe heißt aber de facto, dass für die Kinder in der AHS-Unterstufe wesentlich weniger investiert wird, als für die Jahrgangskolleg/innen in der NMS.

Es ist beachtlich, welche zusätzlichen Ressourcen für die NMS verfügbar sind. Ob diese Investitionen allerdings den erhofften Mehrwert erzeugen? Wir werden es nie erfahren!

In der small icon pdf Resolution  49.34 kb, die wir in der letzten Vollversammlung verabschiedet haben, ist unter anderem die Forderung nach einer Lerner-zentrierten Fokussierung von Qualitätsmanagement enthalten. Was gut und erfolgreich ist, kann nicht die Unterrichtsministerin vorab bestimmen! Die Praxis muss es erweisen, und das Urteil der Betroffenen ist dabei wesentlich. Große Veränderungen bergen das Risiko, dass unsere Kinder zu Versuchskaninchen der Bildungspolitik werden.

Es bleibt zu beobachten, ob die laut home icon Presseaussendung des bm:ukk vom 10. Mai 2012 zugesagten Investitionen bedarfsgerecht angeboten werden.

Als Interessensvertretung der Eltern halten wir das Recht hoch, dass Eltern mit ihren Kindern eine freie Schulwahl unter fairen Bedingungen haben.

In anderen europäischen Ländern wird jedem Schüler/jeder Schülerin ein Bildungsbudget zugeteilt, das mit ihm durch das System wandert. Das erzeugt einen echten Wettbewerb unter den Bildungseinrichtungen und dokumentiert auch die Wahlfreiheit als elementares Bürgerrecht. In Österreich sind die Schulkosten pro Kind durch einen unübersichtlichen Verwaltungsapparat kaum transparent darstellbar.

Abschließende Anmerkung:Aufgrund des in ganz Europa spürbaren und zunehmenden Lehrer/innenmangels stellt sich die Frage, ob der geplante Ausbau der Betreuungsquoten überhaupt realisiert werden kann.